Archive

Thüringens Orchideen (2014)

Alles lesen Am 30. März 2015 um 15:04 veröffentlicht

864 Seiten, Hardcover mit farbigem Schutzumschlag, Fadenbindung, 22 × 30,5 cm; Herausgeber: Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) Thüringen e. V. 2014; ISBN 978-3-00-047724-9; Preis EURO 49,90

Am Ende des Jahres 2014 erschien das neue Buch über Thüringens Orchideen, herausgegeben vom Arbeitskreis Heimischer Orchideen (AHO) Thüringen. Ein Redaktionsstab von insgesamt acht Textautoren und zahlreichen weiteren Text- und Bildautoren sind an diesem umfangreichen Gemeinschaftswerk beteiligt. Die Autoren sind neben einer Gruppe von Naturwissenschaftlern der Universität Jena und der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie unter der Gesamtleitung von W. Heinrich auch Orchideenfreunde, die sich in Ihrer Freizeit mit der Beobachtung und der kartografischen Erfassung heimischer Orchideen befassen.

Der allgemeine Teil des Buches enthält umfangreiche Informationen über das Land Thüringen, die geschichtliche Entwicklung der Kulturlandschaften sowie ein umfassendes Arten-, Vegetations- und Biotopinventar mit detaillierten Beschreibungen der geologischen Bedingungen.

Ein historischer Abriss zur Geschichte der Floristik und Orchideenkunde, beginnend mit den ersten Kräuterbüchern und Floren von Thüringen, über die Entstehung des AHO in Thüringen bis hin zur aktuellen Wahl der »Orchidee des Jahres«, ergänzt die ökologischen Betrachtungen.

Systematik und Phylogenie sind das Thema des nächsten Kapitels. Helga Dietrich erläutert den neuesten Stand der Systematik und geht dabei besonders auf die Änderungen der Taxonomie und der damit verbundenen Namensänderungen zahlreicher Arten ein. Besonders die Gattungen Anacamptis, Orchis, Neottia und Neotinea haben einschneidende Veränderungen erfahren, die in diesem Buch konsequent umgesetzt werden.

In einem weiteren Kapitel wird die Ökologie der Orchideenflora Thüringens behandelt und an der aktuellen Bestandsentwicklung einiger ausgewählter Arten, wie Himantoglossum hircinum, Ophrys apifera und Cypripedium calceolus, ausführlich beschrieben und mit aussagekräftigen Grafiken untermauert. Die sich da-raus ableitenden Fragen zur Dynamik, Langzeitforschung, dem Monitoring, der Bestandsentwicklung und dem Beitrag zum Orchideen- und Biotopschutz werden mit aktuellen Beispielen aus der Arbeit des AHO herausgearbeitet und die Ergebnisse mit zahlreichen anschaulichen Diagrammen aufgezeigt. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders gefährdete Arten wie die in Thüringen sehr seltenen Dactylorhiza sambucina und Pseudorchis albida.

Den Abschluss des allgemeinen Teils bildet eine ausführliche Abhandlung zur Nutzung und Pflege der Orchideenbiotope in Thüringen.

Der Pflanzenteil, der etwa zwei Drittel des Buches umfasst, beginnt mit einem Bestimmungsschlüssel der Thüringer Arten und der anschließenden alphabetischen Auflistung aller in Thüringen heimischen Arten. Dabei werden auch die bereits ausgestorbenen Arten mit aufgeführt.

Zu jeder Art folgt eine genaue Beschreibung, die Auflistung aller Synonyme, Aussagen zur Biologie und Ökologie, Verbreitung in Thüringen mit Verbreitungskarte, Gefährdung und historische Entwicklung sowie  Darstellungen und Kopien von Herbarbelegen. Den Abschluss bildet eine ganzseitige Abbildung der jeweiligen Art auf einer historischen Tafel.

Ergänzt wird die jeweilige Aussage durch hervorragende Fotos von Habitaten, dem Habitus, Blütendetails und gelegentlichen Darstellungen von elektronenmikroskopischen Samenaufnahmen.

In Aufbau, Format und Gesamtdarstellung ist dieses Buch der AHO-Ausgabe „Orchideen Deutschlands“ aus dem Jahr 2005 angepasst. Zusammenfassend kann dieses Werk wohl als die derzeit beste Orchideenflora eines Bundeslandes bezeichnet werden.

Das Buch ist in der D.O.G.-Bibliothek vorhanden und kann dort eingesehen werden.


The Stanhopea Book (2010)

Alles lesen Am um 14:59 veröffentlicht

495 Seiten, über 850 Abbildungen, Format 27,5 × 22,5 cm, Hardcover, Fadenheftung, Englisch, Ast & Jakob, Vetsch AG, 3098 Könitz/Bern, Schweiz 2010; ISBN 978-3-905656-03-9

„The Stanhopea Book“ ist eine Monografie der Gattung Stanhopea Hooker. Der Autor Rudolf JENNY ist Generalsekretät des EOC, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Jany-Renz-Herbariums der Universität Basel und spezialisiert auf die Taxonomie und Pollinationsökologie der Stanhopeinae und Catasetinae. Er publizierte zahlreiche Erstbeschreibungen und international beachtete Artikel sowie Monografien der Gattungen Stanhopea und Gongora.

Nach einer kurzen Danksagung und Einführung folgt ein ebenso kurzer Abschnitt über die historische Entwicklung und Einführung der Gattung Stanhopea durch Sir William Jackson Hooker in „Botanical Magazine“ 1829. Der anschließende wissenschaftliche Teil des Werkes gliedert sich in die Terminologie der einzelnen Pflanzenteile, den Aufbau der Pflanzen mittels exzellenter Abbildungen sowie in der ausführlichen Abhandlung der Pollination vom Bestäuber bis hin zu den biochemischen Analysen der Geruchsstoffe. Eine umfangreiche Übersicht der natürlichen Habitate der Arten dieser Gattung mittels zahlreicher Standortaufnahmen rundet diesen Teil ab. Es folgt eine ausführliche Liste von Herbarien aller Arten, die für die Erstellung des Werkes herangezogen wurden und eine umfassende Auflistung aller Taxa innerhalb der Gattung Stanhopea und anderer Gattungen, die als Synonyme betrachtet werden, z.B. Ceratochilus Lindl. ex G. Lodd. (nom. illeg.) oder Stanhopeastrum Rchb. f. und Tadeastrum Szlach.

Den Abschluss des wissenschaftlichen Teils bildet die taxonomische Einordnung der Gattung innerhalb der Subtribus Stanhopeinae und der Arten untereinander mittels Kladogrammen auf der Basis von IST 1 & 2 Sequenzen von Whitten et. al.

Im anschließenden Pflanzenteil werden die einzelnen Arten in alphabetischer Reihenfolge und beginnend mit den zwei Arten der Gattung Embreea, gefolgt von den Arten der Gattung Stanhopea vorgestellt. Insgesamt werden 67 Arten und Hybriden abgehandelt. Zu jeder Art wird eine umfassende Darstellung beginnend mit dem Namen der Gattung, dem Autor und dem vollständigen Literaturzitat sowie Nennung des Typus und wenn nötig des Basionyms gegeben. Es folgt eine ausführliche Beschreibung der jeweiligen Art, immer mit der Abbildung der Originalbeschreibung und des Herbarbogens sowie die Aufzählung von Varietäten, Verbreitung, Duft, Hybriden und allgemeinen Bemerkungen zur historischen Entwicklung.

Illustriert werden die einzelnen Arten noch durch historische Tafeln, Zeichnungen und hervorragenden Habitus-, Detail- und Blütenfotos. Besonders hervorzuheben sind die hochwertigen Makroaufnahmen der Lippe und Lippenteile, die für die Bestimmung von Stanhopea-Arten außerordentlich wichtig sind. Zudem werden ähnliche Arten in vergleichenden und differenzierenden Tabellen dargestellt. Am Ende des Buches folgen noch ein Kulturhinweis, eine Liste zur Etymologie, ein umfassendes Literaturverzeichnis und der Index.

Insgesamt ist dieses Werk aufgrund des hohen wissenschaftlichen Niveaus, der umfassenden Darstellung taxonomischer Beziehungen und der hervorragenden Qualität der Abbildungen und der Ausführung des Layouts die derzeit beste erhältliche Monografie der Gattung Stanhopea. Diese Arbeit ist besonders für wissenschaftlich arbeitende Orchideenfreunde, Taxonomen und Botaniker von Bedeutung. Aber auch Orchideenliebhaber, die sich für die Gattung Stanhopea interessieren, finden hier die Antworten auf ihre Fragen. Darüberhinaus ist dieses Buch durch seine hochwertige qualitative Gestaltung ein wertvoller Bestandteil einer jeden guten Literatursammlung.

Das Buch ist in der Bibliothek der D.O.G. vorhanden und kann dort eingesehen werden.


Orchids in the life and work of Auguste R. Endrés (2013)

Alles lesen Am 11. Oktober 2014 um 19:07 veröffentlicht

Vol. 1. The Texts
Vol. 2. The Illustrations and the Catalogue

Format 27,5 × 19,5 cm, 2 Bände gebunden im Schuber, Hardcover; Englisch; Verlag des Naturhistorischen Museums Wien; ISBN 978-3-902421-77-7 2; 350.- EURO

Auguste R. ENDRÉS sammelte im Zeitraum von 1866 bis 1874 hauptsächlich in Costa Rica, aber auch in Panama, insbesondere Orchideen. Nur einige wenige Arten wurden von ihm selbst publiziert. Seine Sammlung ging an REICHENBACH fil., mit dem er elf Arten gemeinsam beschrieb. Weitere 22 Arten wurden von REICHENBACH auf der Grundlage der von ENDRÉS gesammelten Pflanzen beschrieben. Andere Autoren, die mit dem Material von ENDRÉS neue Arten beschrieben, sind R. SCHLECHTER, F. KRÄNZLIN und C.A. LUER. Insgesamt wurden 109 Arten und zwei Varietäten auf der Basis der Sammlung von ENDRÉS publiziert.

ENDRÉS war ein äußerst talentierter Beobachter und Illustrator. Seine hervorragenden Beschreibungen und besonders die Zeichnungen dienen noch heute zur Identifizierung und Typisierung von Orchideenarten. Somit war er vielleicht einer der fähigsten Botaniker, die jemals die vielfältige Orchideenflora Costa Ricas studiert haben. Sein Leben und seine Fertigkeiten sowie sein botanisches Vermächtnis, bestehend aus Hunderten von Belegen und Zeichnungen, blieben nach seinem frühen Tod weitgehend unbeachtet.

Die Autoren, eine Gruppe hochkarätiger Wissenschaftler und Orchideenkenner, haben die Arbeiten von ENDRÉS auf hervorragende Weise zusammengefasst und bearbeitet. Carlos OSSENBACH aus Costa Rica ist ein Spezialist der Geschichte der Orchideenforschung in Mittel- und Südamerika und hat bereits zahlreiche Artikel und Bücher zu diesem Thema verfasst. Franco PUPULIN ist Professor für Botanik an der Universität von Costa Rica, wo er als international anerkannter Taxonom in Zusammenarbeit mit dem Lankester Botanical Garden und dem Oakes-Ames-Herbarium der Harvard Universität (USA) tätig ist. Er ist ein ausgezeichneter Kenner der Orchideenflora Costa Ricas und hat zahlreiche Bücher und Artikel veröffentlicht. Rudolf JENNY ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Jany-Renz-Herbariums der Universität Basel und spezialisiert auf die Taxonomie und Pollinationsökologie der Stanhopeinae sowie Catasetinae und publizierte international beachtete Monografien der Gattung Stanhopea und Gongora. Er besitzt die wohl weltweit umfassendste private Sammlung von Orchideen-Literatur, die er im Internet zugänglich gemacht hat.

Der erste Band des Werkes beinhaltet in mehreren Kapiteln eine ausführliche Darstellung des Lebens und Wirkens von ENDRÉS in Costa Rica und die historische Situation anhand zahlreicher alter Dokumente, Zeichnungen und Fotos. Auf interessante Weise wird auch seine Beziehung zu anderen Botanikern und Persönlichkeiten seiner Zeit aufgezeichnet. Im zweiten Drittel erfolgt unter dem Titel “Species Endresianae” eine Auflistung der Orchideenarten, die von ENDRÉS gesammelt, gezeichnet und von namhaften Botanikern wie REICHENBACH, KRÄNZLIN, SCHLECHTER und LUER beschrieben wurden.

Der zweite Band enthält die Zeichnungen aus dem Wiener Herbarium, die ENDRÉS an REICHENBACH übergeben hatte und die damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Diese hervorragenden Illustrationen sollten für eine Flora von Costa Rica Verwendung finden, die leider durch den frühen Tod von ENDRÉS nicht verwirklicht werden konnte. Ein umfassender Katalog der Darstellungen, die in Wien aufbewahrt werden, folgt unter Mitarbeit von Ernst VIETEK und Christa RIEDL-DORN am Ende des Bandes und umfasst 133 Seiten. Anschließend werden noch die Zeichnungen von ENDRÉS aufgelistet, die sich im Oakes-Ames-Herbarium der Harvard Universität befinden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass dieses Werk eine erstklassige wissenschaftliche Aufarbeitung des Lebens und Werkes von Auguste ENDRÉS ist und darüber hinaus auf Grund seiner herausragenden Gestaltung eine wertvolle Bereicherung einer jeden Literatursammlung darstellt.
Das Werk ist in der D.O.G.-Bibliothek vorhanden und kann dort eingesehen werden.


Genera Orchidacearum, Vol. 6 Epidendroideae (part 3) (2014)

Alles lesen Am 4. September 2014 um 19:03 veröffentlicht

544 Seiten, 197 farbige Abbildungen auf 48 Tafeln, etwa 400 s/w Zeichnungen und Verbreitungskarten; Hardcover, Fadenheftung, Englisch, Hrsg. Oxford University Press, Great Clarendon Street, Oxford, OX2 6DP; ISBN 978-0-19-964651-7; GBP 130

Der letzte Band der auf sechs Bände angelegten Reihe “Genera Orchidacearum” erschien zum Jahresbeginn 2014, wieder unter Mitarbeit führender Wissenschaftler aus aller Welt. Es handelt sich um die derzeit umfassendste Orchideenklassifikation überhaupt. Berücksichtigt werden sowohl morphologische als auch phylogenetische Erkenntnisse und eine Fülle von DNA-Daten aus der Forschung der letzten Jahre.
Die aktuellen taxonomischen Änderungen, wie neue Gattungen, Umbenennungen bzw. Rückbenennungen, sind einbezogen worden. Die Erläuterungen dazu werden in den entsprechenden Abschnitten über Phylogenetik und Taxonomie dargelegt.

Dieser dritte Teil der Bearbeitung der größten Unterfamilie der Orchidaceae, die Epidendroideae, behandelt die Tribus Dendrobieae mit den Gattungen Dendrobium und Bulbophyllum sowie die Tribus Vandeae mit fünf Subtriben: Adrorhizinae, Aeridinae, Agrostophyllinae, Angraecinae und Polystachyinae mit insgesamt 137 Gattungen. Jede Subtribus wird vorgestellt mit Literaturzitat, Typus, Beschreibung, Verbreitung und Verbreitungskarte, DNA-Sequenzen, taxonomischen Anmerkungen und Schlüssel zu den Gattungen.

Die Gattungen werden aufgeführt mit Nachweis für die Erstbeschreibung, Typusangabe, Basionym, Etymologie, Beschreibung, Zeichnung (meist des Typusexemplars), Verbreitungskarte, mit Angaben zur Anatomie, Palynologie (Pollenanalyse), Zytologie (Zellforschung), Phytochemie, Phylogenetik (stammesgeschichtliche Entwicklung, DNA-Analysen), Ökologie, Pollination, Verwendung, Kultur, mit Bemerkungen zur Taxonomie, mit Angaben der Artenzahl und taxonomischer Literatur.

Bemerkenswert ist, dass die Gattungen Bulbophyllum und Dendrobium in ihren ursprünglichen Umfängen abgehandelt werden. Neue Betrachtungsweisen der Gattung Dendrobium durch CLEMENS und JONES (2002) werden nicht berücksichtigt und die neuen Gattungen wie z.B. Cepobaculum, Ceratobium oder Durabaculum als Synonyme auf Sektionsebene heruntergestuft. Ebenso Gattungen wie Dockrillia, Aporum oder Bolbidium. Dadurch umfasst die Gattung Dendrobium insgesamt 1450 Arten in 30 Sektionen.

Eine ähnliche Betrachtung erfährt die Gattung Bulbophyllum. Auch hier werden Gattungen wie Cirrhopetalum oder Blepharochilum und Trachyrhachis als Synonyme behandelt. Die Aufteilung der 2200 Arten erfolgt nach Verbreitungsgebiet in 12 afrikanische, 15 malagasische, 67 asiatische – unterteilt in vier Gruppen – und zuletzt in sechs neotropische Sektionen.

Ein Addendum behandelt Änderungen innerhalb der Taxonomie von Gattungen, die in den vorhergehenden Bänden abgehandelt wurden. In 12 Gattungen wurden Änderungen oder Ergänzungen vorgenommen. Bemerkenswert ist, dass die Gattung Ada wieder in die Gattung Brassia aufgenommen wurde und nun ein Synonym zu dieser darstellt.

Erwähnenswert sind auch die zahlreichen Farbfotos seltener, bisher nicht abgebildeter Arten. Das Buch schließt mit einem Glossarium, ausführlichen Literaturhinweisen und verschiedenen Indizes.

Nicht nur für Wissenschaftler ist dieses Werk unentbehrlich, auch Züchter und Liebhaber finden hier alle Informationen, die sie brauchen. Das Buch gehört, wie auch seine fünf Vorgänger, als Nachschlagewerk zur Grundausstattung einer jeden guten Bibliothek. – Das Buch ist in der D.O.G.-Bibliothek vorhanden.


Orchidaceae of West-Central Africa, Vol.1

Alles lesen Am um 18:28 veröffentlicht

361 Seiten mit 396 S/W-Illustrationen und Anhang von 190 Seiten farbiger Abbildungen von Herbarbelegen, 155 Verbreitungskarten und 47 Pflanzenfotos, 21 × 29 Hardcover, Fadenbindung, Englisch; Gdansk University Press 2010; ISBN 978-83-7326-763-3

Diese Publikation ist der erste Teil einer wissenschaftlichen Reihe mit dem Titel “Orchidaceae of West-Central Africa“ und umfasst die Regionen Tschad, Kamerun, Gabun, Angola, Kongo und die Zentralafrikanische Republik. Dieses Werk ist den polnischen Botanikern Prof. Jan Kornas und Prof. Stanislaw Lisowski, zwei hervorragenden Kennern der afrikanischen Flora, gewidmet.

Der erste Band beinhaltet zunächst eine Einführung zu der Geografie, dem Klima, der Vegetation und der Geschichte der botanischen Erforschung des behandelten Gebietes. Weiterhin erfolgt die Darstellung der angewandten Methoden.

Es wurden insgesamt 95 Gattungen und 840 Arten im Gebiet festgestellt und darüber hinaus 9000 Belege aus verschiedenen Herbarien ausgewertet, von denen etwa 3200 im ersten Band enthalten sind.

Kapitel drei enthält den Pflanzenteil, der die Subfamilien Orchidoideae, Tropidioideae, Spiranthoideae, Neottioideae undVanilloideae umfangreich darstellt.

Die Subfamilien, Triben, Subtriben, Gattungen und Arten sind entsprechend der taxonomischen Ordnung nach D.L. Szlachtko in “Systema Orchidalium” (1995) angeordnet.

Zu jeder Subtribus werden ein Gattungsschlüssel und ein Artenschlüssel angegeben. Sehr umfangreich vertreten sind die TribenDiseae, Satyrieae und Orchideae mit der Subtribus Habenariinae, die wohl den größten Anteil bei der Aufstellung der Arten einnimmt.

Die Darstellung der Arten erfolgt nach Sektionen. Jede Art wird mit dem akzeptierten lateinischen Namen, dem Autor, Literaturzitat, einer Liste der Synonyme und einer ausführlichen Beschreibung aufgeführt. Weiterhin werden Anmerkungen zur Ökologie und zur generellen und speziellen Verbreitung gegeben.

Die meisten Arten werden zusätzlich durch eine, meist hervorragende, Strich-Zeichnung illustriert.

Dem Pflanzenteil folgt ein umfangreicher Anhang von 190 Seiten mit farbigen Darstellungen von 158 Herbarbelegen, 155 Verbreitungskarten und 47 Tafeln mit farbigen Blüten- und Standortaufnahmen.

Die Publikation ist in der D.O.G.-Bibliothek vorhanden.


A Monograph of the Subtribe Polystachyinae Schltr. (Orchidaceae)

Alles lesen Am um 18:25 veröffentlicht

400 Seiten, 22 Farbtafeln mit 96 farbigen Abbildungen und ca. 480 S/W-Illustrationen, 29 × 21 cm, Hardcover, Fadenheftung, Englisch; Universität von Danzig, Danzig 2011; ISBN 978-83-7531-175-4

Diese Monografie behandelt die Subtribus der Polystachyinae, deren Verbreitung vom südlichen Nordamerika (Florida) über das tropische und subtropische Südamerika, das tropische und subtropische Afrika, Madagaskar mit den Nachbarinseln bis nach Südostasien reicht. Insgesamt werden 10 Gattungen mit 232 Arten behandelt. Es ist somit eine wissenschaftliche Darstellung der Systematik der Arten zu den Gattungen und Sektionen.

In den ersten Kapiteln werden die Methoden, die historische Entwicklung der Taxonomie dieser Subtribus und die Morphologie und geografische Verbreitung dargestellt. Weiterhin werden die verschiedenen Analysemethoden der phenologischen und genetischen Untersuchungen beschrieben und entsprechend ausgewertet. Dazu werden zahlreiche Phenogramme und Cladogramme abgebildet.

Im 11. Kapitel erfolgt die Klassifika-tion der Gattungen und Sektionen aus den Gattungen Chelystachya Mytnik et Szlach. 2012,Neobenthamia Rolfe 1891, Neoburttia Mytnik, Szlach. et Baranow 2011, Dendrobianthe (Schltr.) Mytnik 2008, Isochilostachya Mytnik et Szlach. 2011, Polystachya Hook. 1824, Epiphorella Mytnik et Szlach. 2008, Unguiculabia Mytnik et Szlach. 2008,Disperanthoceros Mytnik et Szlach. 2007 und Szlachetkoella Mytnik 2007.

Alle vorkommenden Gattungen, Sektionen, Arten und Unterarten werden mit den zugehörigen Autorennamen aufgelistet. Diese Auflistung ist eine umfassende Zusammenstellung aller Arten und somit ein wertvolles Arbeitsmaterial für Taxonomen.

Im Anschluss erfolgt in Kapitel 12 die Darstellung der Gattungen mit der Analyse der Subtribus von Schlechter und einem Gattungsschlüssel.

Dann folgt in zehn Unterpunkten die Darstellung der Gattungen, Sektionen und Arten in alphabetischer Reihenfolge – beginnend mitChelystachya. Jede Art wird mit einer ausführlichen Beschreibung, einem Nachweis der geografischen Verbreitung mittels Herbarbeleg, einem Literaturnachweis, einer Blütenanalyse als S/W-Zeichnung und einer Verbreitungskarte (S/W- Zeichnung) behandelt. Abschließend erfolgt eine kurze Notiz zu speziellen Charakteristiken oder taxonomischen Problemen der jeweiligen Art. Im Kapitel 14 werden die aus der Subtribus ausgegliederten Taxa kurz genannt und begründet.

Abschließend folgen eine umfangreiche Literaturliste, eine Auflistung aller Gen-Bank-Nummern der verwendeten Beispiele sowie ein Index der Gattungs- und Artnamen mit Synonymen.

Den Schluss des Buches bilden 96 Farbtafeln auf 22 Seiten mit teils sehr guten Abbildungen der behandelten Arten.

Die Publikation ist in der D.O.G.-Bibliothek vorhanden.


Orchidaceae of Tahiti, French Polynesia

Alles lesen Am 25. August 2014 um 23:19 veröffentlicht

139 Seiten mit 26 SW-Illustrationen und 37 farbigen Abbildungen, 19 × 27cm, kartoniert, Fadenbindung, Englisch; Gdansk University Press 2010; ISBN 978-83-7326-795-4

Diese Publikation mit dem Titel “Orchidaceae of Tahiti, French Polynesia” behandelt die Orchideenflora der Insel Tahiti im Pazifischen Ozean. Tahiti gehört zum französischen Überseedepartment Französisch Polynesien, das auf Grund seines vulkanischen Ursprungs und seiner Lage nahe des Äquators besondere geologische und klimatische Bedingungen aufweist. Die höchste Erhebung auf Tahiti Nui ist der Mount Orohena mit 2241 m. Durch die isolierte Lage ist die Vegetation wesentlich ärmer an Arten, dafür aber spezifischer als die der östlich liegenden kontinentalen Bereiche Neuseeland und Melanesien. Von den 495 einheimischen Arten sind etwa 45 % endemisch, andererseits wurden mehr als 300 fremde Arten durch den Menschen angesiedelt.

Das Buch enthält zunächst eine Einführung zur Geografie, dem Klima und der Vegetation von Tahiti. Weiterhin erfolgt die Darstellung der angewandten Methoden. Im Kapitel Orchidaceae erfolgt die Aufzählung der im Gebiet vorkommenden Orchideengattungen und Arten. Es wurden insgesamt 24 Gattungen registriert, davon drei eingeführte Gattungen, 28 heimische Arten sowie drei fremde Arten im Gebiet. Acht Arten, die für das Gebiet in der Literatur genannt wurden sind als nicht vorkommend ausgegliedert worden.

Der Pflanzenteil ist nach Subfamilien, Triben, Subtriben, Gattungen und Arten nach der taxonomischen Ordnung nach SZLACHTKO et.al. (1995) angeordnet. Innerhalb der Subtriben sind die Gattungen und innerhalb der Gattungen die Arten alphabetisch geordnet. In den meisten Fällen ist jeweils nur eine Art zu jeder Gattung aufgeführt. In den Fällen, wo mehr als eine Art je Gattung vorkommen, wurden Artenschlüssel angegeben.

Jede Art wird mit dem akzeptierten lateinischen Namen, dem Autor, Literaturzitat, einer Liste der Synonyme und einer ausführlichen Beschreibung dargestellt. Weiterhin werden Anmerkungen zur Ökologie und zur generellen und speziellen Verbreitung gegeben. Die meisten Arten werden zusätzlich durch eine Strich-Zeichnung illustriert.

Dem Pflanzenteil folgt ein Anhang aus 37 Farbtafeln mit farbigen Landschafts-, Blüten- und Standortaufnahmen. Insgesamt werden 23 der insgesamt 31 Arten, jeweils mit Blütenaspekt und Habitusaufnahme abgebildet.

Die Publikation ist in der D.O.G. – Bibliothek vorhanden und kann dort eingesehen werden


Lebensräume für winterharte Orchideen im eigenen Garten gestalten

Alles lesen Am um 23:11 veröffentlicht

1. Auflage; 24,5 x 17,5 cm, Hardcover, 164 Seiten, 14 Skizzen und Zeichnungen, 164 Farbabbildungen; SelbstverlagWolfgang Hoffmann, Zittau 2011; ISBN 978-3-941908-29-1; EUR 19,95

Bei dem vorgestellten Buch handelt es sich um eine gärtnerische Anleitung zum Gestalten von naturnahen Lebensräumen für winterharte Orchideen im eigenen Garten. Der Autor, Wolfgang Hoffmann, wuchs eng mit der Natur verbunden auf. Seit vielen Jahren gestaltet er in seinem Garten in zahlreichen Variationen ideale Bedingungen für die Kultur von Gartenorchideen. Darüber hinaus wurde er auch züchterisch aktiv. Die über Jahrzehnte gemachten Erfahrungen bilden die fachliche Grundlage dieses Buches.

Das Buch ist in 15 Kapitel gegliedert, wobei die ersten sechs Kapitel dem Aufbau, der Vermehrung, den Lebensansprüchen und Krankheiten der Orchideen und dem Naturschutz gewidmet sind. In den folgenden sechs Kapiteln werden die verschiedenen Lebensräume und die dafür geeigneten Orchideen und Begleitpflanzen dargestellt. Mit hervorragenden Farbfotos stellt der Autor die verschiedenen Arten und ihre natürlichen Lebensräume vor. Zu jeder Art werden neben einer kurzen Pflanzenanalyse und teils mehreren farbigen Abbildungen auch jeweils eine kurze Beschreibung zu Standortbedingungen und Kulturbedingungen angegeben.

Im letzten Drittel des Buches geht der Autor ausführlich auf die Gestaltung der Lebensräume von Orchideen am Beispiel von zwei unterschiedlichen Anlagetypen ein. Mit zahlreichen Farbbildern, Schwarz-Weiß-Skizzen und einer ausführlichen Beschreibung des Aufbaus wird der Verbund unterschiedlicher Lebensräume im eigenen Garten dargestellt. Vom Trockenhügel bis hin zum Lebensraum Hochmoor reicht die Bandbreite der vorgestellten Habitate. Mit großem Fachwissen und verständlicher Ausdrucksweise wird dem Leser jeder Schritt vom Aufbau der Anlagengeschildert.

Den Schluss des Buches bilden zahlreiche Tabellen mit Standort, Bodenansprüchen und Biotoptyp der im Buch beschriebenen Arten. Weiterhin folgt eine Auflistung von empfohlenen Substratmischungen des Autors und Kulturhinweisen von Prof. Burkhard (Prag). Ein Verzeichnis der aufgeführten Gartenorchideen und ein Verzeichnisder Begleitpflanzen schließen den dritten Teil des Buches ab. Ein Sachregister erleichtert die Orientierung nach Stichwörtern.

Insgesamt ist dieses Gartenbuch für Orchideen eine wertvolle Hilfe und Anleitung zur Kultur von Orchideen im eigenen Garten. Der interessierte Orchideenfreund erhält umfangreiche Tipps und Erfahrungswerte zur Zusammensetzung geeigneter Substrate und Standortbedingungen. Darüber hinaus bietet dieses Buch auch den Freunden heimischer Orchideen eine umfangreiche Zusammenfassung von Standortmerkmalen und eine umfangreiche Sammlung von hochwertigen Standortfotos. Es sollte darum in keiner Orchideenbibliothek fehlen.

Das Buch ist erhältlich im Fachhandel oder beim Autor, Wolfgang Hoffmann, Leiter der D.O.G.-Gruppe Lausitzer Orchideenbund (Anschrift siehe dort).

Ein Exemplar ist in der D.O.G.-Bibliothek vorhanden.


Gynostemia Orchidalium IV

Alles lesen Am um 19:47 veröffentlicht

313 Seiten, 408 SW-Illustrationen, 18 x 25 Hardcover, Fadenbindung, Englisch; Acta Botanica Fennica 180, Finnish Zoological and Botanical Publishing Board,
ISBN 978-951-9469-74-4

Diese Publikation ist vierter und abschließender Teil einer wissenschaftlichen Reihe mit dem Titel Gynostemia Orchidalium in der die gattungsspezifische Struktur des Gynostemiums dargestellt wird. Im vorliegenden Band wird die Unterfamilie Vandoideae (sensu SZLACHETKO 1995) mit den Triben Maxillarieae PFITZER, Cryptarrheneae DRESSLER, Zygopetaleae PFITZER, Dicheeae PFITZER, Telipogoneae SZLACH., Ornithocephaleae SZLACH. und Oncidieae PFITZER bearbeitet.

Die Abhandlung erfolgt geordnet nach Tribus und Subtribus und in alphabetischer Reihenfolge der Gattungen. Die Gattungen sind von Band 1 durchgehend nummeriert. Bei jeder Gattung wird der Autor mit Literaturzitat angegeben und anschließend erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Gynostemiums kombiniert mit einer Zeichnung der wichtigsten Gattungsmerkmale. Gelegentlich sind zusätzlich mikroskopische Aufnahmen bestimmter Teile des Gynostemiums beigefügt.
Insgesamt werden im vorliegenden Band 228 Gattungen mit 408 Abbildungen behandelt.

Abschließend erfolgt eine Auflistung der repräsentativen Muster und ein Index der wissenschaftlichen Namen.
Die Publikation ist in der D.O.G – Bibliothek vorhanden und kann eingesehen werden