Eulophia guineensis
Foto: Dr. Ernst Avenhaus
Eulophia guineensis - Einzelblüte
Autor/in:
Dr. Ernst Avenhaus
Veröffentlicht:
13.06.2022

Eulophia guineensis

Als Afrikanerin benötigt Eulophia guineensis viel Sonnenlicht. Sie kommt in vielen Ländern Zentralafrikas vor – von den Kapverdischen Inseln über den Tropengürtel bis zur Arabischen Halbinsel.

Im März/April erscheint der Neutrieb. Ich gieße erst wieder, wenn die Infloreszenzspitze zwischen dem untersten Blättchen des Neutriebs hervorlugt, sonst blüht die Pflanze nicht. In voller Blüte steht sie dann meist im Mai.

Während der Wachstumsperiode muss ausreichend gegossen werden, da durch Licht und Wärme viel Wasser verdunstet. Ab Ende Oktober sollte man gar nicht mehr gießen und auch nicht sprühen. Im Spätherbst/Winter verliert Eulophia guineensis dann alle ihre Blätter.

Unsere Pflanze lebt seit 1995 bei uns und hat sich durch Rückbulben kräftig vermehrt. Derzeit blüht sie verteilt auf drei Pflanzgefäße mit insgesamt 19 teilweise noch knospigen Infloreszenzen.

Foto: Dr. Ernst Avenhaus
Habitus von Eulophia guineensis

Blüte: Sechs Wochen nach dem Erscheinen des Blütenansatzes erblüht die Pflanze mit fünf bis neun Blüten an jeder aufrecht stehenden Infloreszenz. Der Blütentrieb kann bis zu einem Meter lang werden. Kräftige Pflanzen entwickeln auch schon mal zwei davon an einem Neutrieb. Die Lippe der Einzelblüte leuchtet kräftig rosa. Die schmalen Sepalen und Petalen in brauner Farbe stehen aufrecht. Die Pflanze blüht vier bis acht Wochen lang.

Auch Insekten interessieren sich für die Blüten. Wird eine davon befruchtet oder verliert sie ihre Pollinien, so klappen ihre Sepalen und Petalen nach unten und bedecken ihre Geschlechtsorgane.

Licht: Während des ganzen Jahres wird die Pflanze voll besonnt, nicht beschattet. Einzige Ausnahme: Voll beschatten während der Blütezeit, da die Blüten dann deutlich länger halten.

Umpflanzen: Etwa alle zwei Jahre sollte man umpflanzen und zwar sofort nach dem Blattfall, da man sonst den Neutrieb leicht verletzen kann. Rückbulben treiben in der Regel wieder aus.

Pflanzstoff: Unkritisch, bei mir hat sich ZeoLaBim, ein Granulatgemsich aus Zeolith, Lavagestein und Bims, am besten bewährt.

Schädlinge: Thripse u. Ä. können Blätter und Blüten schädigen (minimieren). Ich bepinsle den ganz jungen Neutrieb ggf. mit einem Pflanzenschutzmittel.

Foto: Dr. Ernst Avenhaus
Aus ursprünglich einer Pflanze wurden im Laufe der Jahre drei.