{"id":11728,"date":"2022-12-05T00:01:28","date_gmt":"2022-12-04T23:01:28","guid":{"rendered":"https:\/\/orchidee.de\/?p=11728"},"modified":"2023-07-18T13:21:47","modified_gmt":"2023-07-18T11:21:47","slug":"paphiopedilum-spicerianum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/orchidee.de\/en\/paphiopedilum-spicerianum\/","title":{"rendered":"Paphiopedilum spicerianum"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row us_custom_326de118 height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column us_custom_e939c30a\"><div class=\"wpb_wrapper\"><h1><em>Paphiopedilum spicerianum<\/em><\/h1>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_middle type_default reversed stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_none\"><div class=\"w-image-h\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"906\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_01-906x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Paphiopedilum spicerianum\" srcset=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_01-906x1024.jpg 906w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_01-283x320.jpg 283w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_01-1359x1536.jpg 1359w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_01-566x640.jpg 566w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_01-354x400.jpg 354w\" sizes=\"auto, (max-width: 906px) 100vw, 906px\" \/><\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column us_custom_c7a522c8 has_text_color\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> &#8211; Einzelbl\u00fcte<br \/>\n(Foto: Udo Alber)<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\">[vc_wp_text]\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th>Autor\/in:<\/th>\n<td>Thilo Hennis \/ Thomas Jacob \/ Dr. Ernst Avenhaus<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th>Ver\u00f6ffentlicht:<\/th>\n<td>22.11.2021<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n[\/vc_wp_text]<\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_middle type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><strong>Der Beitrag zu <em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> erschien bereits am 22.11.2021. Im letzten Textabschnitt gibt uns Dr. Ernst Avenhaus nun noch einen erg\u00e4nzenden Kulturhinweis.<\/strong><\/p>\n<p>Im Januar 1884 bereiste mein Urgro\u00dfvater Wilhelm Hennis, der sp\u00e4tere Gr\u00fcnder unserer Orchideeng\u00e4rtnerei, den nordindischen Raum, um u. a. im Himalaya <em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> (damals noch <em>Cypripedium spicerianum<\/em> genannt) zu sammeln. Der folgende Auszug aus einem Bericht, den Wilhelm HENNIS 1915* in &#8220;Gartenflora&#8221; ver\u00f6ffentlichte, veranschaulicht die Schwierigkeiten, die ein Orchideensammler im vorvorigen Jahrhundert bew\u00e4ltigen musste, um erfolgreich zu sein.<\/p>\n<p>\u201e&#8230; Von Gauhati fuhr ich in einem zweir\u00e4derigen Expresswagen, hier Tonga genannt, mit zwei Ponys bespannt, welche alle sechs englische Meilen gewechselt werden, nach Shillong, der Hauptstadt Assam, in den Khasia Hills, 4500 Fu\u00df \u00fcber dem Meeresspiegel gelegen. (&#8230;) In Shillong konnte ich nicht gen\u00fcgend Kulis zum Sammeln bekommen, weshalb ich nach dem 15 Meilen entfernten und 2000 Fu\u00df h\u00f6her gelegenen Monflong ging und auch von hier Leute ausschickte, um haupts\u00e4chlich VANDA COERULEA zu holen. Nachdem ich mit den Leuten verabredet hatte, nach etwa 14 Tagen zur\u00fcckzukommen, suchte ich mir f\u00fcnf Leute, um mich nach Cherraponjee zu bringen, vier zum Tragen des Gep\u00e4cks und einen mit einem Tragsessel, um mich, wenn ich mich m\u00fcde gelaufen hatte und der Weg bergauf f\u00fchrte, auf seinem R\u00fccken fortzuschaffen. Cherraponjee ist 19 Meilen von Monflong entfernt und bekannt wegen seines starken Regenfalles. (&#8230;) Am selben Abend fuhr ich noch in einem kleinen Boot, mein Gep\u00e4ck in ein zweites gepackt, flussabw\u00e4rts nach Chatack, wo ich morgens vor Sonnenaufgang ankam. Hier mietete ich ein anderes Boot mit zwei Mann, um mich nach Sylhet zu bringen, wo ich abends 10 Uhr landete. Am folgenden Tag nahm ich ein etwas gr\u00f6\u00dferes Boot mit drei Mann, wovon zwei am Ufer entlanggingen, das Boot an einer Leine zogen, und der dritte das Steuer f\u00fchrte. Vier Tage dauerte die Fahrt bis nach Silchar, Hauptort des Cachardistrikts. Im Dakbungalow verweilte ich einen Tag. In Gesellschaft mehrerer Teepflanzer (&#8230;) verlebte ich einen ganz angenehmen Abend in deren Klubhaus. Von F\u00d6RSTERMANN, welcher 1882 den Fundort des <em>Cypripedium spicerianum<\/em> wieder entdeckt hatte, wusste ich, dass ich von hier aus etwa drei Tage den Barrakfluss aufw\u00e4rtsfahren musste, um das Lushaigebiet jenseits der britisch-indischen Grenze zu erreichen. Ich wusste auch, dass ich unterwegs an der Teepflanzung des Mr. SPICER, dem Entdecker des <em>Cypripedium spicerianum<\/em>, vorbeikommen w\u00fcrde. Trotzdem ich es niemand gesagt hatte, dass ich die Pflanzen holen wollte, und trotzdem ich mich jedes Mal, wenn wir an einer am Flusse liegenden Teepflanzung vorbeifuhren, unter dem gew\u00f6lbe\u00e4hnlichen Dache meines Bootes versteckte und meinen Leuten verboten hatte zu sagen, dass sie einen Pflanzensammler an Bord hatten, musste Mr. SPICER doch von mir und meinem Reiseziel geh\u00f6rt haben. An der vorletzten Teepflanzung machte ich halt, um dort zu \u00fcbernachten. Der Verwalter war ein Australier, der mich sehr freundlich aufnahm und mir versprach, mir ein Schreiben an seinen Assistenten der weiter oben liegenden Pflanzung mitzugeben, damit ich von ihm noch 25 Pfund Reis f\u00fcr mich und meine Leute erstehen durfte. In der Nacht wurde ich durch Rufen vor der Haust\u00fcr aus dem Schlafe geweckt und h\u00f6rte, wie mein Gastgeber einen Herrn herein lie\u00df, und da ich bei den d\u00fcnnen, nur aus Strohmatten bestehenden W\u00e4nden des Hauses das Gespr\u00e4ch der beiden belauschen konnte, wurde es mir bald klar, dass der Fremde niemand anders als Mr. SPICER war, der meine Spur verfolgte. Ich musste mit anh\u00f6ren, wie er mich immer als &#8220;verfluchten Deutschen&#8221; bezeichnete, und dass man unter allen Umst\u00e4nden mich am Sammeln der Pflanzen verhindern m\u00fcsse. Ich h\u00f6rte, wie man \u00fcbereinkam, mir keine Lebensmittel zu verkaufen, und erinnerte deshalb am folgenden Morgen meinen Gastgeber nicht an den versprochenen Brief. (&#8230;) Sobald das Fr\u00fchst\u00fcck beendet war, empfahl ich mich und hoffte fr\u00fcher nach dem oberen Teegarten zu kommen, bevor der Australier Nachricht dorthin erhalten konnte; aber der Assistent war schon instruiert, er hatte nichts abzugeben. (&#8230;)<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_none\"><div class=\"w-image-h\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_02-768x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Paphiopedilum spicerianum\" srcset=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_02-768x1024.jpg 768w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_02-240x320.jpg 240w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_02-300x400.jpg 300w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_02-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_02-480x640.jpg 480w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_02.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column us_custom_c7a522c8 has_text_color\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> mit zwei Bl\u00fcten<br \/>\n(Foto: Udo Alber)<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_middle type_default reversed stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_none\"><div class=\"w-image-h\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"511\" height=\"640\" src=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_03.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Paphiopedilum spicerianum\" srcset=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_03.jpg 511w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_03-256x320.jpg 256w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_03-319x400.jpg 319w\" sizes=\"auto, (max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column us_custom_c7a522c8 has_text_color\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Seitliche Ansicht von <em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> in der G\u00e4rtnerei von Thilo Hennis, dem Urenkel von Wilhelm Hennis<br \/>\n(Foto: Thilo Hennis)<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Wir fuhren weiter stromaufw\u00e4rts und erreichten nachmittags die Grenze, wo dicht am Fluss in einem kleinen, auf einem H\u00fcgel gelegenen H\u00e4uschen eine Grenzwache lag. Die Wache bestand aus acht Eingeborenen. Der Kommandant der Wache sagte mir, dass er strengen Befehl h\u00e4tte, niemanden \u00fcber die Grenze zu lassen. Ich lie\u00df mein Boot festmachen, um hier zu \u00fcbernachten. Nachdem wir am Ufer abgekocht hatten und meine Leute alle im Boot waren, teilte ich ihnen durch meinen Diener mit, dass wir am n\u00e4chsten Morgen zwei Stunden vor Sonnenaufgang heimlich stromaufw\u00e4rts fahren w\u00fcrden. Um 3 Uhr morgens weckte ich die Leute und zwei Mann gingen an Land und zogen das Boot an der Leine stromaufw\u00e4rts. Die Sache ging gut, unsere Abreise wurde nicht bemerkt und wir erreichten bald wieder die Dschungeln. (&#8230;) Gegen Mittag erreichten wir einen in den Fluss m\u00fcndenden Bach. Dort hinein fuhren wir unser Boot, um es den Blicken Fremder zu entziehen, und gingen dann, eine Wache zur\u00fccklassend, in dem Bache hinauf. In dem Sande am Bachufer sah ich ganz frische Tigerspuren, und als einer der Eingeborenen seine Nase in die Spur gesteckt und berochen hatte, erkl\u00e4rte er, wir k\u00f6nnten den Tiger noch einholen, denn nur wenige Minuten seien verstrichen, seit der K\u00f6nig der Dschungeln hier passiert sei. Ich musste immer voran, weil ich eine Schusswaffe hatte, und weil sich meine Leute hinter mir sicherer f\u00fchlten. Den Tiger erreichten wir nicht, aber wir kamen bald an hohe Felsw\u00e4nde, und wie gro\u00df war meine Freude, als ich hier an diesen senkrechten, feuchten, ganz mit Farnen bewachsenen W\u00e4nden die ersten bl\u00fchenden <em>Cypripedium spicerianum<\/em> erblickte. Am Bache wuchsen Bambus, unter denen wir die l\u00e4ngsten abschlugen, oben gabelf\u00f6rmig einschnitten und zu dreien mit zwei aufeinander gesteckten Stangen die Cypripedien von der Wand herunterstie\u00dfen. Gegen Abend kehrten wir mit unserer Beute ins Boot zur\u00fcck und fuhren mitten in den Fluss, wo wir eine Stange eintrieben und daran unser Boot befestigten, um sicher vor den Tigern zu sein. Dass die Vorsicht sehr n\u00f6tig war, wurde mir recht klar, nach dem es eine Stunde Nacht war, (&#8230;). Man sah in der Nacht die funkelnden Augen der Tiger, wie sie am Ufer immer auf und ab gingen, und man h\u00f6rte ihr Z\u00e4hnefletschen. Man h\u00f6rte das Trompeten wilder Elefanten, dazwischen das Heulen der Schakale, kl\u00e4gliche Laute eines Rehes, welches von einer Bestie erwischt war. Gegen Morgen lie\u00df dieser Spektakel nach, und das Kr\u00e4hen der H\u00e4hne zeigte den baldigen Anbruch des Tages an. Ich sammelte hier etwa 250 Exemplare dieses Cypripediums und fuhr dann den Fluss weiter hinauf, um noch andere B\u00e4che zu suchen, denn einmal konnte man in den B\u00e4chen am leichtesten vorw\u00e4rtskommen, und auch war hier eher die M\u00f6glichkeit vorhanden, Felsw\u00e4nde anzutreffen. (\u2026).\u201c<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_middle type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Die Kultur von <em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> funktioniert auch auf der Fensterbank ohne Probleme. Die Art f\u00fchlt sich unter temperierten Bedingungen sehr wohl. Auch ein w\u00e4hrend der Wintermonate beheizter Wohnraum eignet sich gut.<em> Paphiopedilum spicerianum<\/em> mag \u2013 wie die meisten Paphiopedilen \u2013 halbschattige Standorte. Besonders im Sommer muss das Laub zwingend vor direkter Sonneneinstrahlung w\u00e4hrend der Mittagsstunden gesch\u00fctzt werden. Morgen- und Abendsonne stellen aber keine Probleme dar. Geeignete Pl\u00e4tze f\u00fcr die Kultur auf der Fensterbank sind also Ost- und Westfenster. Auch ein helles Nordfenster gen\u00fcgt <em>Paphiopedlum spicerianum<\/em>, um gut zu wachsen und regelm\u00e4\u00dfig zu bl\u00fchen.<\/p>\n<p>Das g\u00e4ngigste Substrat f\u00fcr Frauenschuhorchideen ist Pinienrinde, entweder pur oder mit Zuschlagsstoffen wie <em>Sphagnum<\/em>-Moos, Holzkohle, Perlite oder mineralischen Anteilen. Da <em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> an den Naturstandorten oft lithophytisch w\u00e4chst, eignen sich auch rein mineralische Pflanzstoffe (siehe auch unseren Beitrag zu <em>Paphiopedilum<\/em> Quirin Cramer). Wichtig ist, dass das Substrat niemals vollkommen austrocknet, sondern immer leicht feucht ist. Grunds\u00e4tzlich gilt, je w\u00e4rmer die Pflanze steht, desto nasser darf der Pflanzstoff sein. Zu hohe Feuchtigkeit in Verbindung mit K\u00e4lte f\u00fchrt sehr schnell dazu, dass die Wurzeln faulen und absterben. Dies bringt oft den Tod der Pflanze mit sich.<\/p>\n<p>Ged\u00fcngt werden sollte von M\u00e4rz bis Oktober regelm\u00e4\u00dfig mit einem speziellen Orchideend\u00fcnger. Die Leitf\u00e4higkeit des Wassers darf nach dem Aufd\u00fcngen gut 400 \u2013 500 \u00b5S\/cm betragen. Auch regelm\u00e4\u00dfiges Kalken ist f\u00fcr gesundes Wachstum bei<em> Paphiopedilum spicerianum<\/em> unabdingbar. Die Kalkgaben puffern den pH-Wert des Substrats, wodurch die N\u00e4hrstoffe des D\u00fcngers besser von der Pflanze aufgenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr <em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> interessiert, braucht heutzutage nicht mehr so gro\u00dfe M\u00fchen auf sich zu nehmen wie Wilhelm Hennis vor 150 Jahren. Die Naturform ist regelm\u00e4\u00dfig bei spezialisierten Orchideeng\u00e4rtnereien im Angebot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>* Bericht aus HENNIS, W. (1915): Reisen eines Orchideensammlers in Britisch-Indien; Orchis, Mitteilungen des Orchideenausschusses der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, Beilage zur Gartenflora 9: 37 &#8211; 44<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_none\"><div class=\"w-image-h\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"526\" height=\"513\" src=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_04.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Paphiopedilum spicerianum\" srcset=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_04.jpg 526w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_04-320x312.jpg 320w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_04-410x400.jpg 410w\" sizes=\"auto, (max-width: 526px) 100vw, 526px\" \/><\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column us_custom_c7a522c8 has_text_color\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Wilhelm Hennis, Orchideenj\u00e4ger und Gr\u00fcnder der Orchideeng\u00e4rtnerei Wilhelm Hennis Orchideen in Hildesheim<br \/>\n(Foto: Thilo Hennis)<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_middle type_default reversed stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_none\"><div class=\"w-image-h\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_05-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Paphiopedilum spicerianum\" srcset=\"https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_05-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_05-320x240.jpg 320w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_05-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_05-640x480.jpg 640w, https:\/\/orchidee.de\/wp-content\/uploads\/Paphiopedilum-spicerianum_05-533x400.jpg 533w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column us_custom_c7a522c8 has_text_color\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><em>Paphiopedilum spicerianum<\/em> erholt sich mit Calciumcarbonat zusehends<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(Foto: Dr. Ernst Avenhaus)<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><strong>Erg\u00e4nzung von Dr. Ernst Avenhaus zur Kultur von <em>Paphiopedilum spicerianum<\/em><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><i>Paphiopedilum spicerianum<\/i> wurde mir 2016 auf der Weihnachtsfeier der D.O.G.-Gruppe Nordbayern in N\u00fcrnberg zugelost. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde es vom Bewertungsausschu\u00df der D.O.G. mit je einer Silbermedaille f\u00fcr seinen Kulturzustand und als botanische Art geadelt. Seither wuchs die Pflanze \u00bbr\u00fcckw\u00e4rts\u00ab. Im vorigen Jahr hat es \u00fcberhaupt nicht mehr gebl\u00fcht.<\/p>\n<p>Heuer im Fr\u00fchjahr habe ich keine Unkosten gescheut und in der Apotheke eine Dose voll Calciumcarbonat gekauft, im Gegenwert von einer Orchidee. Eine Teel\u00f6ffelspitze voll von dieser Medizin habe ich dann \u00fcber den Pflanzstoff Colomi gestreut. Seither erholt sich mein <i>Paphiopedilum spicerianum<\/i> und ist im Oktober mit einer Bl\u00fcte erbl\u00fcht.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_middle type_default reversed stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Januar 1884 bereiste mein Urgro\u00dfvater Wilhelm Hennis, der sp\u00e4tere Gr\u00fcnder unserer Orchideeng\u00e4rtnerei, den nordindischen Raum, um u. a. im Himalaya Paphiopedilum spicerianum (damals noch Cypripedium spicerianum genannt) zu sammeln. Der folgende Auszug aus einem Bericht, den Wilhelm HENNIS 1915* in &#8220;Gartenflora&#8221; ver\u00f6ffentlichte, veranschaulicht die Schwierigkeiten, die ein Orchideensammler im vorvorigen Jahrhundert bew\u00e4ltigen musste, um erfolgreich zu sein&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":22908,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[209],"tags":[],"class_list":["post-11728","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-orchidee-der-woche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11728"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22910,"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11728\/revisions\/22910"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/orchidee.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}