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Orchidaceae – Anatomy of the Monocotyledons

Alles lesen Am 11. Oktober 2014 um 18:59 veröffentlicht

Vollständiger Titel: Orchidaceae – Anatomy of the Monocotyledons, Volume X;
Edited by M. GREGORY and D. F. CUTLER with an introduction by Alec M. PRIDGEON (2014)

Format 25 × 19 cm, Hardcover, Fadenheftung, Englisch, 262 Seiten, Oxford University Press, ISBN 978-0-19-968907-1; 95.- £

Nachdem vor mehr als 80 Jahren H. SOLEREDER und F. J. MEYER die “Systematische Anatomie der Monokotyledonen” veröffentlichten, gibt es nun wieder eine Ausarbeitung zum gleichen Thema, jetzt aber speziell zur Struktur in der Familie der Orchidaceae. Etwa 30 Jahre lang hat der Autor sich mit diesem Thema ausführlich beschäftigt und zusätzlich Ausarbeitungen anderer Autoren akribisch zusammengetragen.

Um der Bearbeitung einen Rahmen zu geben, richtete sich der Autor nach der Einteilung bzw. Rangordnung in “Genera Orchidacearum” (PRIDGEON et al. 1999-2014). Das Buch beginnt wie üblich bei Ausarbeitungen dieser Art mit der Beschreibung von Material und Methoden. Die Einführung in die Familie der Orchidaceae ist von Alec M. PRIDGEON. Er gibt einen Überblick über Themengruppen wie Verbreitung, Habitate, vegetative und reproduktive Morphologie, Mykorrhiza, Vererbung und Bau der Zellen, wirtschaftliche Bedeutung, Geschichte der Taxonomie, Abstammungslehre, Verwandtschaft, diverse anatomische Objekte und anatomische Literatur. Hier alle behandelten Punkte aufzuzählen würde zu weit führen.

Der Schwerpunkt dieser Ausarbeitung liegt, wie der Titel aussagt, bei der Beschreibung der vegetativen Anatomie der Orchidaceen. Den Anfang macht die Subfamilie der Apostasioideae. Untersucht und beschrieben sind die Blattoberflache, Querschnitte des Blattes, des Stammes, der Luftwurzel, der Wurzel im Pflanzstoff, der Knolle bzw. des Speicherorgans. Die Untersuchungen werden zusätzlich durch mikroskopische Abbildungen und Zeichnungen belegt. Das untersuchte Material wird angeführt und entsprechende Literaturstellen auch anderer Autoren zitiert. Bemerkungen zu taxonomischen Besonderheiten bilden den Abschluss. Die weiteren Subfamilien mit den Unterteilungen in Tribus und Subtribus folgen und werden in jeweils gleicher Verfahrensweise behandelt.

Neben einem Index beschießt ein ausführliches Literaturverzeichnis diese Ausarbeitung, die nicht nur für an Anatomie Interessierte von besonderer Bedeutung ist. Auch Studenten, Botaniker allgemein und begeisterte Orchideenfreunde, die etwas tiefer in diese Materie einsteigen möchten, finden hier eine Zusammenstellung vor, die ihnen das sonst mühevolle Suchen abnimmt.

Das Buch ist in der D.O.G.-Bibliothek vorhanden.